Assoziation

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Keyword: Assoziation

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Definition: Bei den Assoziationen (lat. associare: beigesellen, vereinigen, verbinden) handelt es sich um individuelle, manchmal komplexhafte (> Komplex) psycho-neuronale Verbindungen (Vernetzungen, synaptische Verschaltungen) von seelischen Inhalten, Erinnerungen, Erfahrungen, Wahrnehmungen, Emotionen, Fantasien usw.

Information: In den Anfängen der modernen Psychologie wurde die Theorie, dass der Mensch lernt, indem er einfache, nicht reduzierbare Elemente nach bestimmten Prinzipien miteinander verknüpft, als Assoziationslehre oder -psychologie bezeichnet. Schon Aristoteles hatte vier Muster erkannt, mit denen Vorstellungen miteinander verbunden werden: durch Ähnlichkeit, Verschiedenheit, Gleichzeitigkeit und räumliche Nähe.

Im 19. Jh. beschrieb die Assoziationspsychologie zusätzlich noch die der Intensität, Untrennbarkeit und Wiederholung. Auch die sich im 19. Jh. entwickelnde Verhaltens- oder Lerntheorie (> Lernen > Verhaltenstherapie) baute auf den Prinzipien der Assoziationspsychologie auf, indem sie davon ausging, dass gedankliche Prozesse und Lernvorgänge auf Verknüpfungen von Reiz und Reaktion – so wurden jetzt die nicht weiter reduzierbaren Elemente genannt – zurückzuführen seien.

Zentrale Bedeutung hat die Assoziation in fast allen tiefenpsychologischen und psychotherapeutischen Richtungen, die mit unbewussten Prozessen arbeiten und die sich um ein Verstehen von Sinnzusammenhängen bemühen. Darüber hinaus werden assoziative Methoden vielfältig bei allen Gedächtnisleistungen (z. B. dem Lernen und Erinnern) eingesetzt. Die assoziative Vernetzung aller psychoneuronale Inhalte scheint auch auch die Grundlage aller psychischer Muster- und Gestaltbildungen und kreativer Prozesse (> Kreativität > Schöpferische, das).

Diskussion: Keine

Literatur: Standard

Autor: A. Müller